Zusammenfassung Kompetenzfelder

Hohe Bedeutung und starke Ausprägung der sechs Kompetenzfelder in der Innovationsregion Ulm

Die Innovationsregion Ulm mit rund 206.000 Arbeitsplätzen ist ein wirtschaftsstarker und dynamischer Wirtschaftsstandort. Sie ist Teil einer besonders ökonomisch bedeutsamen Technologieachse Süd. Im Zeitraum von 2008 zu 2016 sind ca. 23.000 neue Arbeitsplätze in der Innovationsregion entstanden (+12,8 %).

Die Innovationsregion verfügt über spezielle sektorale Kompetenzen / Branchen / Cluster. Im Rahmen der Aktualisierung der Branchen- und Clusteranalyse (2006/2007) für die Wirtschaftsregion Ulm / Neu-Ulm konnten die damaligen Kompetenzfelder im Wesentlichen bestätigt sowie aber auch um einzelne, wichtige Aspekte (u.a. IKT) ergänzt werden. Folgende sechs Kompetenzfelder wurden für die Innovationsregion Ulm ermittelt: ,Metall‘, ‚Maschinenbau‘, ,Nutzfahrzeugbau‘, ,Logistik‘, ,Life Science‘ und ,IKT‘.

In den sechs Kompetenzfeldern der Innovationsregion Ulm arbeiten rund 81.000 Beschäftigte bzw. rund 40 % der Gesamtbeschäftigten der Region (Deutschland 30 %). Die Innovationsregion Ulm besitzt einen überdurchschnittlichen Beschäftigtenanteil in den diesen Kompetenzfeldern, im relativen Vergleich zum Bundestrend sind rund 30% mehr in den Kompetenzfeldern beschäftigt.

Die Innovationsregion Ulm ist insgesamt und in den sechs Kompetenzfeldern sektoral sehr breit und diversifiziert aufgestellt. Keins der sechs untersuchten Kompetenzfelder hat hinsichtlich des Anteils unter den KF einen höheren Anteil von über 25 %. Außerdem liegt der Anteil der Beschäftigten in den jeweiligen KF an den Gesamtbeschäftigten der Region in keinem Kompetenzfeld über 10%. Zudem ergänzen sich die Kompetenzfelder sehr gut (Schnittstellen) (u.a. Logistik – Nutzfahrzeugbau; Nutzfahrzeugbau – IT, Life Science – IT).

Unterschiedliche Schwerpunkte in den einzelnen Kreisen

Teilweise ist die Ausprägung in den Kompetenzfeldern sehr unterschiedlich stark in den drei Kreisen Stadt Ulm, LK Neu-Ulm und LK Alb-Donau-Kreis. Es besteht eine Arbeitsteilung zwischen den Regionen. Allgemein sind in der Stadt Ulm vor allem die Beschäftigten im Dienstleistungssektor relativ stark vertreten (78% der SVB). Wohingegen der Alb-Donau-Kreis (48 % der Beschäftigten) und im Landkreis Neu-Ulm (42 %) stark industriell geprägt sind.

Alle sechs Kompetenzfelder weisen einen hohen bzw. überdurchschnittlichen Lokalisationsquotient (LQ) im Vergleich zum Bundesdurchschnitt auf. Am bedeutendsten sind dabei der Maschinenbau und die Metallbranche mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Beschäftigten in diesen Branchen (LQ > 2).

Alle ausgewählten Branchen zeigen über die Zeit (2008-2016) ein positives Beschäftigungswachstum. Insgesamt sind im Zeitraum 2008-2016 in den Kompetenzfeldern 10.000 neue Arbeitsplätze entstanden (Dyn. aller KF 2008-2016 14,1 % im Vergleich zu Gesamtbeschäftigungsentwicklung 12,8 %) Besonders hoch war hierbei das Wachstum in den Bereichen Logistik (4.800 SVB; 52 %) und Life Science (3.100 SVB; 19 %). Leichten Beschäftigungszuwachs zeigten die KF IKT (700 SVB; 7 %), KF Maschinenbau (700 SVB; 6 %) und KF Metall (500 SVB; 4 %); Stagnation bei KF Nutzfahrzeugbau (120 SVB, 1 %).

 

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